Fahrräder für Schüler:innen in Kenia

Ein Bericht von Henning Nierhaus, Aktionsgruppe Wuppertal,  über Aktionen in der  Gemeinde seines Patenkindes Caroline
(Bildquelle: PLAN International)

Meine Frau und ich wurden 2007 durch die Öffentlichkeitsarbeit von Ulrich Wickert auf das Kinderhilfswerk PLAN International aufmerksam.Seit jenem Jahr übernahmen wir die Patenschaft für ein kleines Mädchen ( Caroline, damals 4 Jahre alt ) in einem kleinen Dorf der Gemeinde Kisumu in Kenia lebend.

Unabhängig von der Kommunikation per Brief mit ihren Eltern, neuerdings auch per E-Mail  über den lokalen Betreuer, informiert uns PLAN Kenia regelmäßig über die Projekte und deren Fortschritt, die in Kisumu mit den Geldern der Patenschaften  auch für Carolines Dorfgemeinschaft realisiert wurden.

Besonders beeindruckt waren wir, als wir 2017  über den Erfolg folgenden „ Fahrrad-Projektes „ für Kisumu  und  so auch für Carolines Dorfgemeinschaft informiert wurden :

Caroline und ihre Mitschüler mussten bisher täglich 45 Minuten hin und 45 Minuten zurück ihren Weg zur Schule zurücklegen. Und das im Winter frühmorgens zum Teil noch in der Dunkelheit. Mopeds und Fahrräder konnten sich die Familien nicht leisten.

Viele dieser jungen Mädchen  erlitten auf diesem Weg sexuellen Missbrauch, einige sogar Vergewaltigungen, sie wurden überfallen oder folgten Angeboten älterer Mopedfahrer zur Mitfahrgelegenheit im Austausch gegen sexuelle Handlungen.

PLAN spendete 1000 Fahrräder , mit denen nicht nur die  insgesamt in Kisumu betroffenen 849 Schülerinnen täglich zu ihren  Schule radeln können.

Sie werden jeweils an der Spitze und am Ende der Gruppen zur Absicherung begleitet von insgesamt  91 Betreuungskräften und 40 Lehrkräften.

Auch die Organisation „ World Bicycle Relief „ spendete zusätzlich 660 weitere Fahrräder.

Ein toller Erfolg: Seitdem gibt es keine Missbrauchsfälle mehr, die Schülerinnen fehlen weniger oft beim Unterricht, sind entspannter und konzentrierter in den Schulstunden.

Vor allem eine so direkte und praktische Hilfe bestätigt uns, dass unser Engagement für Plan  und Caroline das Richtige war und ist.

Rührend auch immer die Dankesbriefe , wenn wir mal wieder ein kleines Geschenk  an Caroline geschickt hatten und lesen konnten, dass auch solche Kleinigkeiten  wie zum Beispiel ein Regenschutzcape gegen den Regen während des Weges zur Schule das tägliche Leben dort erleichtern.

Ganz zu schweigen von  u.a. der Hilfe zur Selbsthilfe , die Plan in den Dörfern durch Brunnenbau, Aufklärung über Schwangerschaftsverhütung, Hygiene und Rechte der Kinder leistet .

Seit wir aus gesundheitlichen Gründen unsere langjährige  ehrenamtliche Mitarbeit bei der Wuppertaler Tafel nicht mehr leisten können, haben wir uns der Plan Aktionsgruppe Wuppertal angeschlossen, um uns dort mit netten  Gleichgesinnten an der Findung und Gestaltung von Aktionen zu beteiligen, die die Arbeit von Plan bekannter machen.